Dienstag, 20.11.2018

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PolitikerInnen erzählen Märchen:

Auch heute gab es wieder eine schöne Märchenstunde im Abgeordnetenhaus von Berlin: Bettina Domer (SPD), Sprecherin für das Programm der Sozialen Stadt und Quartiersmanagement, las für die Schulklasse die beliebten Märchen „Rotkäppchen“ und „Der Teufel mit den drei goldenen Haaren“.
Im Anschluss gab es wieder eine interessante Fragerunde mit der Politikerin. Z.B. wollten die gut vorbereiteten SchülerInnen wissen, wie viel man als Politikerin verdient, wie viele Abgeordnete es gibt, ob sie schon einmal im Fernsehen war und wieso sie diesen Beruf gewählt hat: Politik habe sie schon immer interessiert und sie wollte sich gerne einbringen.

Vor 70 Kindern las die  Bundesministerin der Justiz und für Verbraucherschutz, Katerina Barley, in der Schule an der Victoriastadt Märchen vor. Das erste Märchen, das sie ausgewählt hatte, war „Der Jäger Sergewan“.
Frau Barley erzählte, dass ihr Vater keine Märchen mochte und deshalb keine Märchen vorlesen wollte. Aber sie hatte Verwandte in Ostberlin, die ihr ein Märchenbuch geschenkt haben mit Märchen aus Osteuropa. Das liebt sie bis heute und daraus stammt „Der Jäger Sergewan“. Die Kinder fanden, dass man aus dem Märchen viel lernen kann, z.B. nicht immer zu streiten. Das zweite Märchen, das Frau Barley vorlas, hieß „Auswandern oder nicht“, in dem es darum ging, dass, wenn man einen besten Freund hat, es überall schön ist, auch wenn man wegziehen muss. Das dritte Märchen war „Des Kaisers neuen Kleider“, in dem es darum ging, dass man immer die Wahrheit sagen sollte, anstatt zu lügen.

Da Frau Barley gestern Geburtstag hatte, gab es Blumen und ein Geburtstagsständchen, was sie sehr freute. Und auch das Märchenland erhielt ein Geschenk und zwar ein selbstgezogenes Bäumchen. Wir mussten sogleich an folgenden Märchenspruch denken: Bäumchen rüttel dich und schüttel dich, wirf Gold und Silber über mich! 😊

Märchenreise mit Prominenten:

Was für ein tollen Geschenk haben die Schüler von der Nahariya Grundschule heute erhalten … ein Besuch in ihrer Schule von der Radio- und Fernsehmoderatorin Simone Panteleit. Unter den schönen und bunten selbstgebastelten Wolken und Regenschirmen, haben die Kinder Frau Panteleit gelauscht, als sie nicht weniger als drei Grimm-Märchen aus ihrem eigenen Märchenbuch vorgelesen hat. Bei Frau Holle, Vom Fischer und seiner Frau und das tapfere Schneiderlein konnten sich die Schüler Illustrationen dazu anschauen. Um sich für den schönen gelungenen Vormittag zu bedanken, haben die Schüler Frau Panteleit ein Lied gesungen, das sie gleich aufgenommen hat. Vielleicht hören wir von ihnen im Radio?

„Der Teufel mit den 3 goldenen Haaren“ hatte Radiomoderator Volker Wieprecht für die 4 zweiten Klassen der Bürgermeister-Ziethen-Grundschule ausgesucht. Ausgewählt hatte er dieses Märchen, weil er es bereits als Kind besonders spannend fand. Die Kinder lauschten konzentriert der lebhaften Erzählung und stellten im Anschluss viele Fragen zur Arbeit des Moderators: Zum Beispiel, was er machen würde, wenn er während der Sendung aufs Klo müsse? – Das schafft er in 57 Sekunden, d.h. während ein Lied gespielt wird. Woher weiß man im Radio, was für ein Wetter es morgen wird? – Diese Information bekommt die Redaktion von Nachrichtenagenturen, die nur den Wetterbericht machen. Warum ist sein Radiosender Radio 1 „nur für Erwachsene“? Weil er sehr viele Themen behandelt, die eben nur für Erwachsene interessant sind und es ja auch in Berlin viele Radiosender gibt, die für aller Arten von Publikum sind. Was macht Herr Wieprecht, wenn er sich versprochen hat? Kurz ärgern, dann weitermachen. Macht es Spaß beim Radio zu arbeiten? Manchmal ja, manchmal nein – sehr gerne trifft er aber auch mit Menschen zusammen, wie heute bei der Märchenstunde. Wir danken für diese informative Märchenstunde!

Prof. Matthias Wemhoff, Direktor des Museums für Vor- und Frühgeschichte der Staatlichen Museen zu Berlin, war auch in diesem Jahr gerne wieder dabei. Für zwei 4. und 5. Klassen las er im märchenhaften „Vaterländischen Saal“ das spannende Märchen „Der Eisenhans“. Das hatte er sich ausgesucht, da er findet, es spricht sowohl Mädchen als auch Jungen an.
Im Anschluss stellten die Kinder viele Fragen zum Beruf als Archäologe: Warum sind sie Archäologe geworden – durch den Spaß in der Archäologie-AG in der Schule! Was war Ihre erste Ausgrabung – eine der ersten Ausgrabungen war ein Kloster. Auf die Frage, wie er zuletzt etwas ausgegraben hätte, erzählte Prof. Wemhoff vom ältesten Schwein Berlins, dass in der ausgebrannten Ruine eines ausgegrabenen Hauses gefunden wurde. Ein besonderer Fund war auch ein riesiger goldener Hut, der über 3000 Jahre alt ist. Sein wichtigster Fund war einmal eine kleine Münze, die er ganz am Ende einer Ausgrabung gefunden hatte und die ihm dabei half, die ganze Ausgrabung zu datieren: manchmal sind die kleinsten Pfunde am wichtigsten!
Die Kinder haben toll zugehört und Herr Wemhoff ist auch im nächsten Jahr gerne wieder dabei.